Liebe Eltern,
Ihr Kind besucht heute den Zahnarzt und unser gesamtes Team freut sich bereits darauf, euch persönlich kennenzulernen. Das wird bestimmt ganz toll und aufregend.
Wir legen großen Wert darauf, dass Ihr Kind besonders den ersten Zahnarztbesuch als positives Erlebnis mit nach Hause nimmt. Das Gefühl und die Erinnerung, mit der Ihr Kind das Behandlungszimmer und die Zahnarztpraxis verlässt ist entscheidend für eine gute Erfahrung beim Zahnarzt.
Dafür benötigt es Ihre liebevolle Unterstützung und Sie als Eltern können dazu beitragen, dass dies gelingt.
Wir geben Ihnen gern ein paar nützliche Tipps und Tricks, wie ihr euch auf euren Termin bei uns optimal vorbereiten könnt.
Der erste Termin in unserer Familienzahnarztpraxis wird sehr entspannt ablaufen. Es wird hauptsächlich darum gehen, das Praxisteam, die neue ungewohnten Umgebung, die Gerüche und die wichtigsten Instrumente kennenzulernen. Es findet noch KEINE Behandlung statt. Je nach Kind wird beim ersten Besuch auch schon einmal in den Mund geschaut und die Zähne gezählt.
Gestalten Sie den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen und anderen Terminen. Erfahrungsgemäß verlaufen die Termine am Vormittag ruhiger und sind daher für kleine Kinder besser geeignet.
Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind möglichst gesund und ausgeruht zu uns kommt.
Wir bitten Sie, etwa 10-15 Minuten vor dem vereinbarten Termin zu kommen, damit Sie in Ruhe ankommen und Ihr Kind die Zähne putzen und noch ein wenig spielen kann. Eine Eingewöhnungszeit von einigen Minuten im Wartezimmer wirkt oft sehr positiv.
Erzählen Sie keine Gruselgeschichten über Zahnbehandlungen. Drohen Sie auch nicht: „Wenn du deine Zähne nicht putzt, dann musst du zum Zahnarzt!“ Ihr Kind kann nur zu einem positiv dargestellten Zahnarzt Vertrauen aufbauen. Daher, je weniger Sie den Zahnarztbesuch wertend beschreiben, desto besser.
Am besten wecken Sie Neugierde und eine positive Einstellung: „Beim Zahnarzt wird es bestimmt spannend. Mal sehen, was es da so zu entdecken gibt.
Für einen erfolgreichen Zahnarztbesuch ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen dem kleinen Patienten und dem Praxis-Team besonders wichtig.“
Dem Kind wird wenig geholfen, wenn sie es streicheln oder beruhigend auf es einreden. Ihrem Kind wird dadurch wieder signalisiert, dass nun etwas Schlimmes kommt.
Verhalten Sie sich am besten entspannt und ruhig im Hintergrund, unterbrechen Sie die Behandlung bitte nicht. Vermitteln Sie Ihrem Kind Vertrauen, dass es sich auf die Behandlung einlässt und wir führen Ihr Kind kompetent und einfühlsam an die Zahnbehandlung heran.
Versprechen Sie keine großen Belohnungsgeschenke. Für den Zahnarztbesuch. Diese setzen Ihr Kind unnötig unter Druck und können sich negativ auf den Behandlungserfolg auswirken. Loben Sie Ihr Kind stattdessen nach der erfolgreichen Behandlung und sagen Sie ihm, wie stolz Sie sind. Die Belohnung bekommt Ihr Kind dann von uns!
Vermeiden Sie bitte beruhigend gemeinte Sätze wie: „Du brauchst keine Angst zu haben, es tut nicht weh“, „Da passiert nichts Schlimmes“ „Es wird nicht gebohrt“. Mit diesen Begriffen bringen Sie das Kind womöglich erst auf die Idee, das es da eigentlich doch einen Grund geben könnte, Angst zu haben.
Bei uns gibt es keine „Bohrer“ und „Spritzen“. Stattdessen „reinigen“ oder „duschen“ wir die Zähne, es kann „drücken“, „zwicken“ oder auch mal „kitzeln“. Für Ihr Kind ist es wichtig, dass für alle Handlungen und Instrumente positive Begriffe verwendet werden
Auch nach der Behandlung sollten Sie bitte falsche Signale wie „Siehst du, hat doch gar nicht weggetan!“” oder “War doch gar nicht schlimm” vermeiden, um Ihr Kind nicht an ein ungutes Gefühl zu erinnern. Kinder denken da schnell und folgerichtig etwas anderes: „Aha, es hätte also doch wehtun können!“
Trotz aller Vorbereitung gibt es Kinder, die bei einer Behandlung nicht mitmachen wollen und manchmal bedarf es von allen Seiten etwas Ausdauer. In solchen Fällen, keinesfalls schimpfen oder schon im Vorfeld drohen. Vielmehr sollte das Kind auch für kleine Fortschritte gelobt werden. Deshalb, bitte wir Sie um Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen erstrecken sollte.
Unser gemeinsames Ziel ist es, langfristig ein Bewusstsein beim kindlichen Patienten zu schaffen und zu fördern, durch das es ohne Furcht und Angst behandelt werden kann. Auch der Besuch in der Praxis sollte ein freudiges Erlebnis darstellen, an dem Kinder gerne teilhaben. Durch unsere Betreuung soll beim Kind eine positive Einstellung zur gesamten Zahnheilkunde und zu seiner eigenen Mundgesundheit entstehen, die es ein ganzes Leben lang begleiten soll.
Quellen:
Information Mundgesundheit: “Schon mit sechs Monaten zum Zahnarzt”
Kindergesundheit-info.de: “Gesunde Zähne von Anfang an”
Bundesverband der Kinderzahnärzte: “Ohne Angst zum Kinderzahnarzt